Bis zum Jahr 2020 40 Mrd. € Heizkosten sparen
"Hausbesitzer und Mieter in Deutschland können bis zum Jahr 2020 rund 40 Milliarden Euro Heizkosten einsparen - wenn sie die Möglichkeiten der Gebäudesanierung ausnutzen," sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee bei der ersten Jahresbilanz des CO2-Gebäudesanierungsprogramms in Berlin. Für den Herbst kündigte der Minister einen jährlichen CO2-Energiereport an. Durch Gebäude entstehen rund 20 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland.

- Im Jahr 2006 wurden 265.000 Wohnungen und Eigenheime saniert. Für gedämmte Wände und Dächer, dichte Fenster und neue Heizungsanlagen wurden gemeinsam mit der KfW Förderbank 1,5 Milliarden Euro für die Verbilligung von Krediten und für Tilgungszuschüsse zur Verfügung gestellt.
- Damit konnten Kredite von 9,4 Milliarden Euro zugesagt und insgesamt Investitionen in Höhe von 11 Milliarden Euro ausgelöst werden. Insgesamt wurden so 900.000 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden. Tiefensee kündigte einen jährlichen CO2-Energiereport an.
- Der Report soll aufzeigen, welche Energiekosten entstehen, wie sich die Heiz- und Benzinkosten künftig entwickeln und wo Einsparpotenziale für Wohnen und Verkehr liegen. Mit gut isolierten Wohnungen und Häusern könnten die Heizkosten beispielsweise für eine 83 Quadratmeter große Mietwohnung um bis zu 500 Euro gesenkt werden.
- Der Minister wird den Report erstmals im Herbst vorlegen. Außerdem stellte Tiefensee in Berlin eine repräsentative Emnid-Umfrage vor. Danach können lediglich 15 Prozent der Deutschen richtig einschätzen, wie hoch die Heizkosten-Ersparnis durch die energetische Gebäudesanierung sein kann (bis zu 50 Prozent).
- 64 Prozent der Deutschen unterschätzen die Effekte einer Sanierung, sie halten lediglich Einsparungen von unter 30 Prozent für möglich. "Ziehen Sie Ihr Haus warm an," so Tiefensee. "Gut isolierte Wohnungen und Häuser helfen uns, die Energieversorgung sicherer zu machen.
- Eine warme Wohnung oder die Tankfüllung für den Weg zur Arbeit dürfen nicht zu einem Luxus werden. Durch mehr Effizienz bleiben Energie, Heizen und Wohnen bezahlbar."
- Vor dem Bundesbauministerium wird ab sofort ein CO2-Sanierungszähler über den aktuellen Stand und die Erfolge des CO2-Gebäudesanierungsprogramm informieren.
Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

